Gedanken zu einem Lied: „Du aus Davids Stamm geboren ...“ Das neue Gotteslob hat einen guten Ruf. Es wird gelobt, und dafür gibt es viele gute Gründe. Eine Kritik habe ich aber gleich nach dem Erscheinen gehört und seither einige Male wieder: Der heilige Josef kommt zu kurz! Es gibt keinen Andachtsteil mit Gebeten mehr, und aus dem Stammteil ist das Lied herausgefallen, das wir oft gesungen haben: „Sankt Josef, Spross aus Davids Stamm, gerecht und fromm im Leben.“ Insofern können die Trierer dankbar sein, dass ein zweites Josefslied aus alter Trierer Tradition wieder neu aufgenommen worden ist. „Du aus Davids Stamm geboren…“. Das Lied findet sich in Trier unter der Nummer 876, und es lohnt einen genaueren Blick. Was den Text betrifft, ist es ein Lied der Barockzeit. Es stammt aus der Feder des rheinischen Jesuiten Wilhelm Nakatenus. Als in Trier Friedrich Spee im Jahre 1635 starb, da trat dieser Wilhelm in Münster in die Gesellschaft Jesu ein. Sehr wahrscheinlich hat er aber als Schüler des Kölner Jesuitengymnasiums Pater Spee noch persönlich kennengelernt. Das ist nicht unbedeutend, denn sein Josefslied steht in der guten Tradition der wunderbaren Lieder Spees.
Hintergründe zum Mann der Maria Plötzlich ist alles anders! Wie konnte das nur passieren? Die Vorfreude auf die Hochzeit und die Liebe zu Maria sind auf einmal aus seinem Herzen gewichen. Er fühlt Enttäuschung und Trauer. Maria schwanger! Er ist nicht der Vater! Wie konnte sie ihm das nur antun! Josef zermartert sein Gehirn. Wie geht es jetzt weiter? Was werden die Leute von ihm denken? Was wird aus Maria, seiner Verlobten? Wenn das mit der Schwangerschaft bekannt wird, droht ihr eventuell der Tod (5. Mose 22,13ff). Zumindest Schande. Aber das möchte er nicht. Maria soll nicht öffentlich bloßgestellt werden. Die beste Lösung scheint ihm, Maria zu heiraten und gleich wegzuschicken. Die Leute werden ihn dann für den Vater halten. Mögen sie über ihn denken, was sie wollen ... Doch hier hakt Gott ein. Im Traum spricht er durch einen Engel zu ihm. Nun erfährt der staunende Josef, dass Maria ihn nicht betrogen hat. Das Kind, das geboren werden wird, ist etwas ganz Besonderes: Gottes Sohn, gezeugt vom Heiligen Geist. Gott selbst überträgt ihm die Vaterrolle. Deshalb soll er Maria heiraten. Und Josef? Er gehorcht sofort! So ändert sich sein Leben durch Gottes Eingreifen in ungeahnter Weise. Er wird „Josef, der Mann der Maria“. Der Mann, der irgendwie im Schatten seiner Frau steht. Der „soziale“ und „juristische“ Vater des Kindes Jesus. Ein „stummer“ Mann. Kein einziges Wort von ihm wird uns überliefert. Ebenso bleibt der Zeitpunkt seines Todes unerwähnt. Was wissen wir von diesem Josef?
Gottes Mann auf Erden Josef, der Mann Marias, ist bei der Geburt Christi in die zweite Reihe verbannt. Trotzdem gibt es in der christlichen Überlieferung keinen vorbildlicheren Ehemann und Vater. Er hält Wache, er schürt das wärmende Feuer, er kocht und wäscht, aber im entscheidenden Moment sind Ochse und Esel näher am Geschehen als er. Josef, der Mann Marias, ist bei der Geburt Christi in die zweite Reihe verbannt. Trotzdem gibt es in der christlichen Überlieferung keinen vorbildlicheren Ehemann und Vater als Josef, den Zimmermann. Er ist der von Gott Erwählte, der Maria und Jesus umsorgt und beschützt. Oberhaupt einer Familie, die noch nicht einmal als seine eigene zu bezeichnen ist. Denn seine junge Verlobte Maria wurde schwanger, er jedoch hatte das Kind nicht mit ihr gezeugt. 1403 zeigt Conrad von Soest auf dem Wildunger Altar, wie Josef sich hingebungsvoll als Koch betätigt. Eine schwierige Situation - auch für Maria, die von seinem guten Willen abhängig war. Nur an wenigen Stellen wird Josef in den Evangelien von Matthäus und Lukas mit knappen Worten erwähnt. Er spielt eine Nebenrolle im Neuen Testament, und als historische Person ist er kaum noch fassbar.
Josef, dem Ziehvater Jesu, hat Papst Franziskus ein eigenes Schreiben und ein ganzes Jahr gewidmet: „Mit väterlichem Herzen”. Die innere Verbindung, die das Kirchenoberhaupt mit dem heiligen Josef pflegt, reicht weit zurück. Papst Franziskus ruft „Jahr des heiligen Josefs“ aus Papst Franziskus ist Marienverehrer - und gleichzeitig so etwas wie der Gleichstellungsbeauftragte für die Heilige Familie. Jorge Mario Bergoglio hat etwas übrig für Josef, den Mann im Schatten der Gottesmutter. Gut drei Monate nach seiner Wahl entschied der Vatikan, dass der Name des Ziehvaters Jesu in allen vier Kanon-Gebeten des Eucharistischen Hochgebets genannt werden soll. Damit wurde die Formulierung von der „seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria" ergänzt um den Einschub „mit dem seligen Josef, ihrem Bräutigam".
zur Zeit wird uns Vieles abverlangt. „Corona“ ist das allgegenwärtige Thema, das unser Leben bestimmt, das unser Verhalten definiert, das unsere Kontakte einschränkt. Einige Veranstaltungen unserer Männerseelsorge mussten und müssen wir wegen der Infektionsgefahr ausfallen lassen: der Josefstag, der Kurs für trauernde Männer in Vierzehnheiligen, das Konzert mit Jo Jasper, die Nachtwanderung nach Kirchschletten, die Diözesan - Männerwallfahrt. Wie die Situation bis zum Beginn der Sommerferien aussehen wird, lässt sich im Moment gar nicht genau sagen, wir fahren alle sozusagen „auf Sicht“. Nichtsdestotrotz planen wir schon das nächste Programm und hoffen, dass sich alles zum Guten wendet. Ich persönlich nehme zwar wahr, dass die meisten Menschen (notgedrungen) lernen, mit der Situation der Krise umzugehen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es in vielen Menschen innerlich brodelt. Es fällt oft schwer, sich in der Krise so aufzustellen, dass die äußere Krise nicht zu einer inneren Krise wird. Von daher möchte ich Ihnen und Euch mit dieser Botschaft Mut machen und mit diesen Zeilen einige Gedanken dazu mitgeben.
Ein „Auslaufmodell“ zu sein, bedeutet, dass ein Modell nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Das, was erreicht werden soll, könnte mit einem neuen, moderneren, weiterentwickelten Modell besser erreicht werden. Neue Modelle sind daher immer teurer als die „Auslaufmodelle“, die man ab dem Zeitpunkt der Erscheinung des neu-en Modells auch günstiger haben kann. Aber wenn Leute vom „Auslaufmodell“ Kirche sprechen, möchten sie vielleicht gar kein Nachfolgemodell. Die Idee einer Glaubensgemeinschaft mit festen Regeln, einer Moral und bestimmten kultischen Formen würde gar nicht mehr zu unserer modernen Welt passen, in dem die Vielheit, die Pluralität den Ton angibt. Ohne Religion und Kirche ließe es sich doch viel leichter leben: keine Sexualneurosen mehr, kein bedrohter Frieden durch Religionskriege. Religion und Kirchen hätten sich in der Geschichte aber vor allem in der Gegenwart nicht als Segen für die Welt und das menschliche Miteinander erwiesen, sondern wären vielmehr eine Last, der man sich so schnell wie möglich entledigen sollte.
Bei der Erneuerung unserer Homepage www.maennerseelsorge-bamberg.de habe ich unter dem Titel „Diözesane Arbeitsgemeinschaft“ alle Männervereine im Erzbistum Bamberg aufgelistet , mit dem Gründungsjahr, dem Vorsitzenden und einem Link zur Homepage. Dies war sehr interessant für mich und ich bin dabei immer wieder auf die Gründe gestoßen, warum sich Männer zu einer Kath. Männergemeinschaft zusammengeschlossen haben. Unser ältester Männerverein wurde 1862 gegründet – unser jüngster 1983, jedoch waren es bei jedem dieselben Gründe
Die österliche Bußzeit hat begonnen, die Zeit in der man sich auf das wesentliche Konzentriert und Gottes willen wahrnehmen soll. Für die Fastenzeit werden den Christen drei Dinge mit auf den Weg gegeben: - Sei du selbst, denn so sieht dich Gott - Spare Zeit, Geld und Zuwendung und investiere sie für andere - Finde Trost, Ermutigung und Hoffnung bei Gott und definiere dein Ziel neu
Kind– wer hat dich dort ausgesetzt? •in karger dunkler Unwirklichkeit •In Verlassenheit und eingemauert in eine von Menschenhand gebaute Einsamkeit und Enge •In verlassenen Lebensruinen Doch auf dir liegt Licht und Klarheit. Du ziehst den Blick auf dich— Wie jedes kleine Kind im Kinderwagen fasziniert und verlockt hinzuschauen. Wie jedes kleine Kind in der Wiege, Das den Betrachter zu einem Lächeln verführt. Nicht länger sieht man das, was einengt und bedrängt, Du bist es das Kind das anrührt. Du bist es, das Kind, das belebt.
„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht.“ Aus vielen fröhlichen Kinderkehlen wurde dieses Lied am 11. November, dem Martinstag gesungen. „Ich gehe mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir, dort oben leuchten die Sterne, hier unten da leuchten wir. Mein Licht ist aus, wir gehen nach Haus, rabimmel, rabammel, rabumm,“. In den Kindergärten wurden die Martinsumzüge veranstaltet; Pfarreien und Vereine haben sich die größten Mühen gegeben, um dieses Fest für die Kinder schön und ansprechend zu gestalten. Vielleicht war ja sogar ein Ross dabei, dass man mit dem stolzen Reiter mit wallendem Mantel und Schwert bewundern kann. Die Kinder schwenken mit Stolz ihre Laternen, die sie im Kindergarten gebastelt haben; vielleicht hat auch der Papa oder die Mama ihr ganzes künstlerisches Geschick für die schönste Laterne für Ihr Kind aufgewendet. Die Kinder waren glücklich über die Lichter und freuten sich an ihren Laternen. Und auch wir Erwachsenen sind immer wieder fasziniert von der Lichterpracht, die sich an diesem Tag entfaltet. Wissen wir aber eigentlich, was es mit dieser uralten Lichtersymbolik in der nun beginnenden „dunklen“ Zeit auf sich hat?