Wir dürfen unseren Gottesdienst anlässlich der Landesversammlung heute hier in Nürnberg feiern, in einer Kirche mit bewegter Geschichte und an einem besonderen Tag im kirchlichen Kalender: dem Gedenktag der heiligen Märtyrer Cosmas und Damian, zweier Zwillingsbrüder, angesehene Ärzte, die bis heute als Patrone der Ärzte, der Apotheker und nicht zuletzt der Kranken gelten. An ihrem Gedenktag hören wir im Evangelium Jesus sagen: „Fürchtet euch nicht!“ Ein starkes Wort. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dieser Satz in der Bibel insgesamt 365-mal vorkommen soll – ich habe es nicht nachgezählt. Ganz als ob Gott uns für jeden Tag des Jahres zurufen möchte: Fürchtet euch nicht. Und vielleicht ist es auch Wort gerade für unsere Zeit. Denn Angst, Unsicherheit gibt es genug.
Altenkunstadt. In einem festlichen Rahmen beging der Männerverein, das Katholische Casino, sein 160.-jähriges Bestehen. Man hatte dabei auch Gelegenheit, auf viele Jahre der Geselligkeit, aber auch des christlichen Lebens zurückzublicken. Viele Erinnerungsstücke aus der Vereinsgeschichte waren im katholischen Pfarr- und Jugendheim von Altenkunstadt zu sehen, wo man sich zur Festveranstaltung zusammen fand. Selbst die alte Fahne aus dem Jahr 1889 wurde gezeigt, woran man ablesen konnte, das das Katholischen Casino eine gewisse Zeit auch als „Leseverein“ bezeichnet wurde. Mit einem herzlichen Willkommensgruß leitete Ehrenvorsitzender Josef Schießl den Abend ein, wobei er sich über den Besuch der zahlreichen Ehrengäste, der kirchlichen- wie weltlichen Vertreter erfreut zeigte. Er erinnert in seinen einleitenden Worten auch an einige markante Ereignisse des Vereinslebens wie Pfarrfest und Fahnenweihen. Vielfach hatte man in der Vereinstätigkeit dabei eine spendable Hand und ein offenes Herz für seine Mitmenschen bewiesen, und etwas stolz sei man auch darauf, dass man der älteste Verein von Altenkunstadt sein darf. Am Ende seiner Begrüßungsansprache richte Ehrenvorsitzender Schießl noch Genesungswünsche an den Vorsitzenden Andreas Jurczyk und dankte allen Helferinnen und Helfer. Die Grüße der Katholischen Pfarrgemeinde überbrachte Pfarrvikar Georg Birkel, der vor allem die Solidarität innerhalb des Katholischen Casinos würdigte, auf die man in den vergangen Jahren stets aufbauen konnte. Auch Jesus habe uns dieses Gemeinschaft und die Solidarität der Menschen vorgelebt. Das engagiert Vereinsleben würdigte auch Pfarrerin Bettin Beck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt.
Die Männerpastoral und die Diözesane Arbeitsgemeinschaft der katholischen Männergemeinschaften haben der Einrichtung Salem in Höchheim eine Spende von 1.000 Euro übergeben. Das Geld stammt aus der Sammlung beim gemeinsamen Gottesdienst am 31. Juli auf dem Veitsberg, an dem zahlreiche Männer mit ihren Familien teilnahmen. Bei diesem Gottesdienst ist es zu einer schönen Tradition geworden, für bedürftige Menschen und soziale Projekte zu sammeln. In diesem Jahr fiel die Wahl auf das neue Wohnprojekt „Perspektive“ in Salem Höchheim. Die gesammelten Spenden konnte vor Ort die Geschäftsleitung Monika Goller, zusammen mit den DiAG Vorsitzenden Adam Rottmann und Erwin Erhardt an die Leiterin, Frau Bär, überreicht werden.
Die katholischen Männergemeinschaften und die Diözesanarbeitsgemeinschaft (DiAG) kamen zu ihrer Herbstversammlung 2026 in Gunzendorf zusammen. Bernhard Ochs, Vorsitzender des St. Josefsvereins Gunzendorf, und Adam Rottmann von der DiAG begrüßten die Teilnehmenden. Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Monsignore Josef Treutlein über den Fränkischen Marienweg. Er stellte den unterfränkischen und den oberfränkischen Marienweg vor und gab Einblicke in die vielfältigen Formen der Marienverehrung. Dabei verdeutlichte er, wie tief die Verehrung der Gottesmutter in Franken verwurzelt ist und wie sich auf den Pilgerwegen Glaube, Tradition und Gemeinschaft verbinden. Monika Goller bedankte sich als Geschäftsleitung der DiAG bei Monsignore Treutlein für seine Einblicke in den Fränkischen Marienweg und überreichte ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Geschenk.
Der Zelebrant Dekan Dr. Michael Pflaum erinnerte darin auch an den Heiligen Franziskus. Vor dem Altar waren Erntedankgaben positioniert, denn Erntedank und Spiritualität von Franziskus passen wunderbar zusammen. Franz von Assisi, einer der bekanntesten Heiligen, verstarb vor 800 Jahren. Er erkannte Jesus Christus im Aussätzigen und spürte das Lebendige in den Tieren. Auch unsere Weihnachtskrippen gehen auf ihn zurück, so Pflaum. Seine Bedeutung ist auch daran zu erkennen, daß Papst Johannes Paul II. im Jahr 1993 zu einem Religionsgespräch in Assisi einlud und Papst Franziskus 2015 sein Enzyklika „Laudato si“ nach dem Sonnengesang des Heiligen Franziskus benannte. An Stelle des üblichen Credos beteten die Gottesdienstbesucher daher gemeinsam den Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi.