Was war der bewegendste Moment in ihrem Leben? Ich habe mich immer am glücklichsten gefühlt, wenn ich die mir gesteckten Ziele erreicht habe. Abitur am Theresianum, Staatsexamen, Promotion, Wahlerfolge als Landrat und Bezirkstagspräsident. Je herausfordernder das Ziel, desto größer war das Glücksmoment. Ich habe früh erfahren, dass Glück Anstrengung voraussetzt und vergleichbare Gefühle sich auf dem Weg der Animation nicht einstellen. Das als richtig Erkannte in der politischen Arbeit auch gegen Widerstände umzusetzen habe ich oft als besonders erfüllende Momente erlebt. Wie heißt Ihr persönliches Lebensmotto? „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“ (Erich Kästner) Bei allem, was wir planen und tun, ist es wichtig, den Mut nicht zu verlieren, flexibel zu bleiben und Ausdauer zu bewahren. In der Politik ebenso wie im kirchlichen Bereich ist es wichtig, nicht den öffentlichen Applaus zu suchen, sondern das als richtig Erkannte beharrlich im Auge zu behalten und notfalls auch gegen Widerstände umzusetzen.
Veitsberg. Unter dem Leitwort „Du bewegst die Welt“ haben sich knapp 200 Teilnehmer zur traditionellen Wallfahrt der Männerpastoral und der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft (DiAG) im Erzbistum Bamberg auf dem Veitsberg im Gottesgarten am Obermain versammelt. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Teilnehmer einen Feldgottesdienst unter den alten Linden. Zelebrant war Diözesanpräses Domkapitular Martin Emge, der in seiner Predigt der Frage nachging: „Wer sind die Männer, die die Welt bewegen?“
Hallstadt. Zu Beginn des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche grüßte Pater Dieter Lankes die Gemeindemitglieder, die Abordnungen der Vereine, Vertreter des Stadtrates und der Pfarrei. Die liturgische Feier des Pfarr- und Patronatsfestes stand gleichermaßen am Anfang und in der Mitte des Tages. Der aus Irland stammende Wandermönch Kilian und seine Begleiter Kolonat und Totnan missionierten im siebten Jahrhundert unsere fränkische Heimat.
Mit einer Eucharistiefeier in der Heiligen-Blut-Kirche in Burgwindheim stimmten sich die Wanderer geistig auf den Weg ein. Martin Emge erläuterte die Entstehung der Wallfahrt zum Heiligen Blut, die zurückgeht auf eine Begebenheit während der Fronleichnamsprozession im Jahre 1465. Martin Emge stellt dazu einleitend die Frage: „Was glaubt ihr, wie schwer eine Hostie ist? Ein Standardbrief z.B. wiegt 20 Gramm, eine EC-Karte vielleicht 5 Gramm, eine Hostie etwa 2 Gramm.“